Berufsfeuerwehr
Berufsfeuerwehren gehören zu Städten und Gemeinden. Ihre Einsatzkräfte sind in der Regel Beamte, der Einstieg in den Einsatzdienst erfolgt meist im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Voraussetzungen und Ausbildung regeln die Länder, deshalb unterscheiden sie sich. Bei der Berliner Feuerwehr zum Beispiel ist der Einstiegsrang Brandmeister in Besoldungsgruppe A 7, danach folgen Oberbrandmeister in A 8 und Hauptbrandmeister in A 9S.
Werkfeuerwehr
Große Industriebetriebe, Chemieparks, Werften und Flughäfen unterhalten eigene Werkfeuerwehren. Dafür gibt es einen bundesweit geregelten Ausbildungsberuf: Werkfeuerwehrmann oder Werkfeuerwehrfrau, drei Jahre. Die Ausbildung umfasst unter anderem Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Einsätze mit ABC-Gefahrstoffen, Rettungssanitäter-Einsatz und vorbeugenden Brandschutz. Arbeitgeber sind die Unternehmen selbst, das Arbeitsverhältnis ist privatrechtlich.
Rettungsdienst
Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter werden drei Jahre in Vollzeit ausgebildet, in Teilzeit höchstens fünf Jahre, mit staatlicher Prüfung. Sie arbeiten bei Berufsfeuerwehren, bei Hilfsorganisationen wie Johanniter oder Malteser und bei privaten Rettungsdiensten. Auf dieser Seite stehen außerdem Leitungs- und Lehrstellen an Rettungsdienstschulen.
| Merkmal | Berufsfeuerwehr | Werkfeuerwehr | Rettungsdienst |
|---|---|---|---|
| Arbeitgeber | Stadt, Gemeinde | Industrieunternehmen | Feuerwehr, Hilfsorganisation, Privat |
| Status | meist Beamte | Angestellte | Angestellte oder Beamte |
| Einstieg | Vorbereitungsdienst nach Landesrecht | Ausbildung 3 Jahre | Notfallsanitäter 3 Jahre |
Freiwillige Feuerwehr als Einstieg
Wer sich in einer freiwilligen Feuerwehr engagiert, lernt Einsatzdienst, Technik und Teamarbeit kennen, bevor er sich für den Beruf entscheidet. Viele hauptberufliche Stellen, etwa als Gerätewart oder in der Sachbearbeitung, profitieren von dieser Erfahrung. Frag bei deiner örtlichen Feuerwehr nach Übungsabenden und nach der Jugendfeuerwehr, wenn du noch zur Schule gehst.
Dienstmodelle
Wachen im Einsatzdienst sind rund um die Uhr besetzt. Daraus ergeben sich Schichtmodelle, die sich zwischen Feuerwehren und Rettungsdiensten unterscheiden. Frag bei der Bewerbung, wie viele Dienste im Monat anfallen, wie lang sie sind und wie Ruhezeiten geregelt sind.
Weitere Wege im Brandschutz
Wer nicht in den Einsatzdienst will, findet im vorbeugenden Brandschutz, bei Brandschutzbehörden und bei Sachverständigen Stellen mit technischem Schwerpunkt. Dafür sind oft ein Studium oder eine technische Weiterbildung gefragt.
Weitere Stellen
Städte und Kreise suchen außerdem Sachbearbeitung für Brandschutz und Bevölkerungsschutz, Gerätewarte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Auch Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen erscheinen auf dieser Seite. Diese Stellen verlangen keinen Feuerwehrabschluss, Erfahrung in einer freiwilligen Feuerwehr ist aber oft ein Vorteil.
Die Wahl zwischen den drei Bereichen hängt davon ab, ob dir Beamtenstatus, Industrieumfeld oder medizinische Arbeit wichtiger ist.