Besoldung bei der Berufsfeuerwehr
Beamte der Berufsfeuerwehr erhalten Besoldung nach dem Besoldungsrecht ihres Landes. Die Beträge unterscheiden sich deshalb von Land zu Land, auch bei gleicher Besoldungsgruppe. Das Beispiel Berlin zeigt die übliche Abfolge im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst: Brandmeister in A 7, Oberbrandmeister in A 8, Hauptbrandmeister in A 9S. Während der Ausbildung gibt es Anwärterbezüge.
Neben dem Grundgehalt spielen Zulagen eine Rolle, etwa für den Einsatzdienst, sowie Regeln für Dienst zu ungünstigen Zeiten. Welche Zulagen gelten, steht im Besoldungsrecht des jeweiligen Landes.
Werkfeuerwehr und Rettungsdienst
Werkfeuerwehrleute sind Beschäftigte ihres Unternehmens. Für sie gilt der Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag des Betriebs, in der Chemie oder Metallindustrie also andere Regeln als bei einer Kommune. Im Rettungsdienst hängt die Bezahlung vom Träger ab: kommunale Feuerwehr, Hilfsorganisation oder privates Unternehmen. Frag nach dem angewendeten Tarif und nach der Regelung für Schicht- und Bereitschaftszeiten.
Für Beamtenstellen gilt die Besoldungstabelle des Landes.
Wie du Angebote vergleichst
Vergleiche nicht nur Grundgehalt und Besoldungsgruppe, sondern auch Arbeitszeitmodell, Zahl der Dienste im Monat, Anfahrtsweg zur Wache und Aufstiegsmöglichkeiten. Bei Werkfeuerwehren kommen oft Zusatzleistungen des Unternehmens hinzu, im Rettungsdienst hängen Zulagen vom Tarif des Trägers ab. Bitte bei einem Angebot um eine Beispielabrechnung, dann siehst du, was am Monatsende tatsächlich ankommt.
Fragen für das Gespräch
- Welche Besoldungs- oder Entgeltgruppe gilt, und in welcher Stufe beginne ich?
- Welche Zulagen gibt es für den Einsatzdienst?
- Wie ist das Schichtmodell aufgebaut?
- Übernimmt der Arbeitgeber Kosten für Führerscheine und Weiterbildungen?
Die Antworten helfen dir, zwei Angebote fair zu vergleichen.
Aufstieg im Dienst
Mit Erfahrung und Lehrgängen sind Beförderungen innerhalb der Laufbahn möglich, vom Brandmeister zum Oberbrandmeister und Hauptbrandmeister. Wer weiter aufsteigen will, kann in den gehobenen Dienst wechseln. Die Voraussetzungen regelt das jeweilige Land.
Beim Vergleich beachten
- Beamtenstatus mit Beihilfe oder Angestelltenverhältnis mit gesetzlicher Krankenversicherung
- Wochenarbeitszeit und Schichtmodell, etwa 24-Stunden-Dienste
- Zulagen für Einsatzdienst und Nachtarbeit
- Kosten für Führerschein C, die manche Arbeitgeber übernehmen
- Aufstieg in den gehobenen Dienst oder zur Wachabteilungsleitung
Beamte zahlen keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung und sichern sich im Krankheitsfall über Beihilfe und private Ergänzung ab. Rechne das beim Vergleich mit einem Angestelltengehalt mit ein.